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technische Daten

Hersteller FVK
Klasse Hotliner
Baujahr 2001/02
Spannweite 1,8 m
Länge 0,98 m
Material Fläche GFK, CFK, AFK Schalenbauweise
Material Rumpf Carbon-Kevlar Hybridgewebe
Profil Fläche RG 15 / 8%
Profil Leitwerk NACA 63 A008
Gesamtflächeninhalt 34,2 dm²
Gewicht 2,05 kg
Flächenbelastung ~60 g/dm²
Fluggeschwindigkeit ~35 - 150 km/h

RC-Ausrüstung

 
Höhenruder 13 mm Digitalservo JR DS361 (11 mm Servo passt besser)
differenziertes Querruder 2x 10 mm Flächenservo Folz Wingmaxx 
Empfängerakku 4x 0,7Ah NiMH Sanyo Twicell
Akkuentladezeit >200 min (Hang), >300 min (Ebene)
Empfänger PPM JR R-700 FM

 

 
Antrieb  
bürstenloser Motor Lehner 1530-10
Planetengetriebe Reisenauer Superchief 6:1
Drehzahlsteller JETI 70
Propeller Freudenthaler CFK 14x10"
Akku 14 Zellen; 16,8 V; 2,4 Ah
Eingangsleistung 850 W; 55 A
Motorlaufzeit 140 s

Flugeigenschaften


Start


Nach dem Wurf steigt die 2kg-Maschine sofort senkrecht nach oben. Beim Wurfstart ohne Helfer wird der Segler leicht nach oben geworfen, wobei eine Hand immer am Knüppel bleiben muss, um die 850 Watt gefahrlos im Zaum zu halten. Eine Akkuladung reicht aus, um den Segler ~15 mal auf Höhe zu bringen.

 

Segelflug


Obwohl das dünne RG15-Profil zum Heizen und nicht zum energieschonenden Thermikflug ausgelegt ist, gerät die Gesamtflugzeit kaum unter 20 Minuten. Bei optimaler Wetterlage und schonendem Fliegen ist eine Flugzeit von über 40 Minuten keine Ausnahme. Am Hang mit mittlerem bis starkem Wind trägt das Akkugewicht von 850 g positiv zu den Flugeigenschaften bei und der Segler kann stundenlang durch den Himmel gebolzt werden. Die mittelgroßen Querruder wirken sehr direkt und giftig, vor allem im schnellen Überflug. Auch das kleine Höhenruder mit den winzig bemessenen Ausschlägen wirkt sehr direkt und bewirkt bei Vollausschlag nach oben einen Strömungsabriss der dünnen Fläche und gefährliches Trudeln. Figuren wie Looping, Rolle und Sturzflüge sind problemlos und sehr schnell ausführbar.

 

Landung


Beim Landen ist das Modell durch die geringe Klappenwirkung relativ schnell. Da das dünne Leistungsprofil auf Langsamflug kritisch reagiert, muss der Segler mit hoher Geschwindigkeit gelandet werden.

Bauzeit: Einbau der Ruderanlenkungen, Antrieb und RC; 1 Woche

Fazit

 

ausgezeichnete Heizmaschine mit überraschend guter Flugleistung

einziger Makel: Sollbruchstelle Tragflächenaufnahme

Nach dem ersten Testflug (viele schnelle Rollen und Loopings) mit normaler Landung waren Risse im Rumpf an der vorderen Tragflächenaufnahme. Die Aussage im persönlichen Gespräch des ungläubigen des FVK Vertreibers "Das hab ich bis jetzt noch nie gehört" wirkte ebenso unglaubwürdig auf mich. Er erklärte sich aber bereit, den Rumpf als Beweismittel ins Werk zu schicken und dass ich kostenlos eine speziell verstärkte Version des Rumpfes bekomme. Dazu kam es aber nicht, da wenige Tage später der alte, selbst verstärkte Rumpf durch das Verrutschen das Akkus im Flug zerstört wurde. Den neuen Rumpf  musste ich zwar bezahlen aber nur den Einkaufspreis. Aber auch in dem neuen Rumpf waren nach mehreren Flügen mit härteren Landungen die gefürchteten Risse zu sehen. Nachdem dieser ebenfalls mit einem Gewebestreifen verstärkt wurde, hielt er bis jetzt. Wer also nicht gerade vor hat diesen Hotliner mit 7 Zellen 1 Ah zu fliegen, sollte vor dem ersten Flug die Tragflächenaufnahme selbst verstärken:

Tragflächenfortsatz der zusammengesteckten Flügel einfetten, an der vorderen Aufnahme im Rumpf einen langen, breiten, Epoxy-getränkten Glasfasergewebestreifen anbringen, Flügel in den Rumpf schieben und festschrauben; der Gewebestreifen sollte wenige Millimeter zwischen Rumpf und Flügel herausstehen und kann nach dem Trocknen gekürzt werden.

Um die 14 dicken Zellen in den Rumpf zu bekommen wurden sie in der Saddlepack-Konfiguration verlötet und mit Graupners dual lock-Klettband befestigt. Zwischen Akku und Flügel kommt ein Klötzchen aus Schaumstoff, damit er sich im Rückenflug nicht vom Rumpfboden ablösen kann.

 

Vorfertigung
Segelflug
Kunstflug
Belastungsfähigkeit
Flugspaß
Zusammenbau auf Flugplatz
Anfängertauglichkeit
Preis/ Leistung Verhältnis Bausatz
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